| Chronik |
| Über 100 Jahre Firmengeschichte Schloßmacher Bürotechnik |
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Gründung Der Ausgang des 19. Jahrhunderts war durch Gründungen von Firmen geprägt und wurde demnach auch die Gründerzeit genannt. Dadurch erfuhren die Büros, seinerzeit COMPTOIR genannt auch eine technische Neugestaltung, die maßgeblich durch die Einführung der Schreibmaschine ein neues Betätgungsfeld erfuhren, nämlich Maschinen- schreiben. Der Fotokaufmann Jakob Schloßmacher übernahm 1898 die Vertretung der REMINGTON Schreibmaschine Modell 7, die zu dieser Zeit neue Maßstäbe setzte, weil sie über eine Vierreihentastatur verfügte und Groß- und Kleinschreiben konnte, sie wurde korres- pondenzfähig. Es galt nun die Tradition der Schreiber mit der "kunstvollen Feder", die im hohen Ansehen bei den Firmen standen, durch eine Maschine, der Schreibmaschine zu ersetzen. Man kann sich kaum vorstellen, was das an verkäuferischem Talent er- forderte - eine Pionierleistung besonderen Art. Hier trat die Maschine gegen den Menschan an und verdrängte jahrhunderte alte Tradition. Eine REMINGTON Schreibmaschine kostete seinerzeit mehr als 400,00 Goldmark! Eine erhebliche Investition. Bis 1914 wurde diese Schreibmaschine in zunehmenden Maße in die Büros eingeführt, es hatte sich ein kontinuierliches Geschäft mit einen unglaublicher Zuwachsrate entwickelt. Zusätzlich entstand der Beruf des Büromaschinen-Mechanikers. Von dieser Zeit an wurden durch Jakob Schloßmacher im hiesigen Gebiet die ersten Mechaniker ausgebildet - 1936 wurde Jakob Schloßmacher zum Obermeister der Innung ernannt. Der 1. Weltkrieg unterbrach das erfolgreiche Geschäft mit REMINGTON Schreibmaschinen. Von 1914 bis 1925 wurden MERCEDES Schreibmaschinen aus Zella-Mehlis/Thüringen verkauft. Die Inflation hatte 1923 ihren Höhepunkt. So verfiel der Kauf- preis von 470,00 RM = XBillionen RM vom Morgen bis zum Abend des gleichen Tages auf den Wert von 3 Kg.Roggenbrot! Die Zeit nach Einführung der neuen Währung Im Jahr 1925 begann eine neue Epoche mit der Übernahme der Generalvertretung von TRIUMPH-Schreibmaschinen, Nürnberg. Mittlerweile war der Sohn Josef Schloßmacher in der Firma tätig und erweiterte das Verkaufsangebot auf Additionsmaschinen, Rechenmaschinen und Vervielfältiger. Das Geschäft erweiterte sich erheblich durch die neuen Aktivitäten von Josef Schloßmacher, der die Tradition des Systemvertreters mit ausgewählten Produkten konsequent betrieb. Durch den 2. Weltkrieg wurde wiederum eine unangenehme Unterbrechung der Entwicklung eingeleitet. Der Handel erfolgte nur auf Bezugscheine, dafür lief der Reparaturbetrieb auf Hochtouren bis 1944 die totale Zerstörung Dürens und die anschließende Evakuierung ein vorläufiges Ende setzte. Die Nachkriegszeit Wer die Verhältnisse 1945/46 im Raum Düren noch in Erinnerung hat, weiß daß ein völliger Neuanfang jedem Geschäft vorgegeben war. So übernahm Josef Schloßmacher beherzt die Geschäftsführung und baute einen neuen Geschäftsbetrieb auf, allerdings ohne Handelsware, die gab es nämlich nicht. So wurde wieder repariert und restauriert - aus zwei mach eine. Man schlachtete sogenannte Trümmermaschinen( Maschinen die aus Haustrümmer geborgen wurden) aus und machte eine funktionsfähige Schreibmaschine daraus, ein hochbegehrter Artikel- hier war handwerkliches Können gefragt. Die Währungsreform 1948 bescherte uns die DM und damit konnten wir wieder von TRIUMPH-Nürnberg die ersten Schreibmaschinen in kleinen monatlichen Kontingenten kaufen, viel zu wenig um die Riesen-Nachfrage annährend zu decken. Es gab das Kuriosum, daß die TRIUMPH-Werke Nürnberg in der amerikanisch besetzten Zone lagen und demnach ein "Export" über das Zweizonenwirtschaftsamt Frankfurt in die britisch besetzte Zone erfolgte - typische Nachkriegsprobleme , aber es ging aufwärts. Sie Söhne Kurt Schloßmacher und Hans Schloßmacher traten in die Firma ein, wodurch wieder eine systematische Kundenpflege be- trieben wurde. Die Junioren wurden systematisch bei den damaligen Marktführen TRIUMPH,OLYMPIA,WALTHER, FACIT, DIEHL und GEHA zu Servicetechniker geschult und besaßen dadurch ein Wissen, was mancher ältere Kollege nicht hatte, weil die Kriegsjahre seine Ausbildung unterbrochen hatte. Mit diesem NOW HOW wurden viele neue Kunden geworben, und der Kundenkreis wuchs weit über den Raum Düren hinaus. TRIUMPH stellte 1950 das Schreibmaschinen-Modell MATURA vor, von dem die Fachwelt urteilte, daß es sich um eine revolutionierende Neutentwicklung handele. Entsprechend war auch der Umsatz im Hause Schloßmacher - mehr als 6000 Schreibmaschinen dieses Modells wurden verkauft. Paralel zum eigenen Vertrieb wurde im Vertragsgebiet ein Wiederverkaufs- geschäft für Händlerkollegen eingerichtet, das bis zur Einrichtung des TA-Verkaufsbüros Köln 1969 einen guten Umsatz machte. Der Vertrieb von Rechenmaschinen, Additionsmaschinen und Vervielfältiger wurde wieder aufgenommen und in beträchtlichen Stückzahlen verkauft - das Wirtschaftswunder markierte auch hier die Entwicklung. 1955 führte TRIUMPH die erste elektrische Schreibmaschine ein, die gleich zu einem Renner im Verkaufsprogramm wurde und später auch als Schreib- und Druckwerk für Systemmaschinen wurde. 1955 kostete: eine mechanische Büroschreibmaschine 715,00 DM eine elektrische Schreibmaschine 1.990,00 DM ein elektrischer Rechenmaschine mit Speicher 4.850,00 DM ein VW - Käfer de Luxe 5.350,00 DM ! Ab 1957 wurden Buchungsautomaten von TRIUMPH ins Verkaufsprogramm übernommen und wiederum mit gutem Erfolg in der Kundschaft abgesetzt. Dieser Maschinenzweig wurde 1964 durch die ODHNER Buchungsautomaten erfolgreich unterlegt, mit denen später auch die ersten automatischen Mehrwertsteuerverbuchungen vorgenommen werden konnten. 1965 übernahm Schloßmacher die Generalvertretung der neu gegründeten PHILIPS-Bürotechnik mit dem legendären PHILIPS-Diktiersystem. Ein steiler Auf- stieg begann mit diesem Produkt. Das Verkaufsgebiet umfaßte den gesamten Raum des ehemaligen Regierungsbezirks Aachen. Die Umsatzverpflichtungen lagen seinerzeit bei 500.000,00 DM jährlich. Dem PHILIPS-Trend folgend entwickelte sich auch in unserem Verkaufsgebiet sich der Marktanteil auf 33% Für die erfolgreiche Vermarktung wurde zusätzlich 1 Verkäufer und 2 Techniker eingestellt. Es wurden Großkunden wie TH-Aachen und KFA-Jülich gewonnen, die Philips-Diktiergeräte in großen Stückzahlen kauften. In diesem Zusammenhang wurden auch Diktiererseminare durchgeführt, die bei einigen Großbetrieben wie AKZO, RWE, Kreissparkasse, KFA zur festen Einrichtung wurden. Insgesamt wurden mehr als 5000 Diktiergeräte seinerzeit verkauft. Das Elektronik-Zeitalter Ab 1968 hielt die Elektronik Einzug in die Büromaschinenbranche und läutete ein neues Zeitalter ein. Hier begann die Ära Kurt Schloßmacher. Wir stellten uns sofort dieser neuen Technik. Kurt Schloßmacher wurde in den Beirat der PHILIPS Bürotechnik berufen und fungierte hier bis 1984 ununterbrochen. Er beeinflußte in seiner Tätigkeit das Marketing von PHILIPS Bürotechnik und arbeitet mit an der Schaffung der Händlerstruktur. Mit dem ersten Kleincomputer TA 10 von TRIUMPH erfolgte 1971 im Fakturiersektor ein erfolgreicher Einstieg, der sich über die Erfogsmodelle FAKTURA und ab 1977 mit den Modellen TA 20 compact und TA 20SE fortsetzte. Ein Fakturiercomputer TA 20 compact mit 8K Programmspeicher! kostete 8.995,00 DM, das Modell TA 20 SE mit Kugelkopf-Schreibwerk kostete 22.000,00 DM ! 1976 führte TRIUMPH die Kugelkopf- Schreibmaschine SE 1000 ein, von der über 1 Million Stück produziert wurden und von uns bis 1980 mehr als 1000 Stück verkauft wurden. Dann begann das Zeitalter der elektronischen Schreibmaschine mit Typenrad womit TRIUMPH wieder mit dem Modell SE 1010 ein TOP-Modell in den Markt brachte. Die ersten Maschine kosteten 2.900,00 DM ohne Display und Speicher. 1975 wurde erste Vertrag mit Toshiba-Normalpapierkopierer abgeschlossen. Gleichzeitig drang die Textverarbeitung auf den Markt. Nach anfänglich mäßigem Erfolg begann mit 1980 für uns auf diesem Sektor ein sehr gutes Geschäft. Mit unkonventioneller Methode wurden dem Kunden von uns Syteme kurzeitig zum Kennenlernen verbunden mit einem Einarbeitungs- paket vermietet. Diese Methode brachte den Durchbruch. So konnten wir bei der Kreisverwaltung Düren mit diesem System die erste Bildschirm-Textverabeitung mit dem PHILIPS-Texsystem P5002 einführen und nach und nach den gesamten Schreibdienst damit ausstatten. Die Stadtverwaltung Jülich folgte diesem Beipsiel wie auch viele Firmen mit der PHILIPS P5000 Serie augestattet wurden. Eine Philips Texsystem WP 5003 mit 128 K Arbeitsspeicher, 2 Diskettenlaufwerken 8" und einem schnellen Typenraddrucker kostete 49.000,00 DM ! Zur gleicher Zeit kostete der PHILIPS PC 2000 mit 48 K Arbeitsspeicher, 2 Diskettenwerken ohne Drucker 12.000,00 DM - und heute? Aber der Umsatz stieg. Das Kopierergeschäft Wie bereits erwähnt wurden ab 1975 Toshiba Normalpapier Kopierer verkauft. Es war nach RANK-Xerox der erste Normalpapier- Kopierer auf dem Markt. Ein reiner A4 Kopierer mit 8 Kopien/Minute zum sensationellen Preis von 9.990,00 DM + MwSt.!! bei recht mäßiger Leistung. Es war aber der erste Tischkopierer auf dieser Basis mit Normalpapier, Selentrommel und Trockentoner. Viel Lehrgeld haben wir bei der Vermarktung bezahlt - aber auch zunehmend Erfolge verbucht: So konnten wir bei der Kreissparkasse Düren 44 Toshiba Kopierer verkaufen, Firmen wie Akzo schlossen sich mit 15 Kopierer an. Als ab 1986 das klassische Büromaschinengeschäft einen Knick bekam und die Textverabeitung auf den PC überging, haben wir uns entschlossen, alle Aktivitäten auf den Kopierer zu setzen - ein weiser Entschluß! Mit diesem Produkt und mit der ganzen Erfahrung des Vertriebs und des Kundendienstes konnten wir weiter erfolgreich sein und Gewinne machen. Bisher wurden mehr als 2500 Kopierer abgesetzt. Das Copycenter Nach seiner Ausbildung als Büro-Informatiostechniker gründete Claus Schloßmacher 1988 ein Copycenter als Ergänzung zum väterlichen Kopierervertrieb. Damit sollte ein sognanntes "zweites Bein" aufgebaut werden. Es folgten in ununterbrochner Folge Schulungen für Claus Schloßmacher bei den Firmen Toshiba, Mita, Brother, AGFA, die ihn zum absoluten Spezalisten auf diesem Gebiet werden ließen. Auch die digitale Asubildung erfolgte bei AGFA, Mita und RICOH. Die Erfahrungen durch den eigenen COPY-Shop brachten dann auch großes Verständnis für Kopieprobleme des Kunden, die auch hier auf einen Fachmann zugreifen können. So übernahm 1994 Claus Schloßmacher auch den Kopierervertrieb und leitet damit die 4. Generation ein. COPYcenter Schloßmacher betreibt heute auf 250 qm Fläche mit 11 Mitarbeitern den Vertrieb und den Service für analoge und digitale Kopier- Druck- und Faxtechnik. Das Verkaufsprogramm umfaßt Marken führender Hersteller. Toshiba, Mita, RICOH, Hewlett-Packard, RISO. Im Dienstleistungsbereich werden Drucksachen bis zum Großplakat DIN A0 entworfen und in Fotoqualität gedruckt. Eine Vielzahl von modernen Kopierern, Digitaldrucker, Großkopierer, Farbkopierer und Schnelldrucker bewältigen auch Großaufträge von mehreren hundertausend Drucken. Außerdem können Kunden sich im Kopierbereich selbst bedienen. Im Copycenter arbeiten für jeden Bereich Spezialisten, die ein optimale Qualität der durchgeführten Arbeiten garantieren. COPYcenter Schloßmacher ist gut gerüstet für das nächste Jahrhundert! |
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